BUCH 4 - DIE ÖFFNUNG


Wie lerne ich lieben?


Um wirklich alles lieben zu können mußt Du aufhören jede Wahrnehmung sofort zu beurteilen. Du wirst bei Deinem Versuch nicht mehr sofort zu urteilen schnell feststellen, daß Dir das nur sehr bedingt gelingt. Der Grund hierfür liegt in der Kombination Deiner Emotionen und Gedanken.


Du „funktionierst“ bisher nur gemäß Deinem (Software) Programm wie eine Maschine, wobei Dir nicht bewußt ist, daß es sich um ein automatisch ablaufendes Programm handelt. Du wirst also nichts denken (und als Folge dieses Denkens TUN), was der Logik Deines Programms widerspricht. Dein Problem liegt darin, daß Dir in keinster Weise bewußt ist, daß es sich bei Deinem Denken nicht um „Deine freien Gedanken“ sondern um logische Verknüpfungen Deines Schwamminhaltes handelt. Diese Verknüpfungen folgen den strengen Regeln Deiner rationalen Logik und bilden somit Dein (Maschinen) Programm.


Wenn Du nun anfangen willst wirklich selber zu denken und damit den ersten Schritt tun willst ein wirklich(t)er Mensch zu werden, so mußt Du zuerst erkennen, daß Dein Denken tatsächlich programmgesteuert abläuft. Da ein Programm sich aber aufgrund seiner eingebauten Logik nicht selber erkennen kann, benötigst Du einen "Beobachter", der selbst nicht Teil des Programms ist. Dieser Beobachter wird Dir im Band 1 auf den Seiten 151 (100-50-1 = „menschliche Existenz ist Schöpfung“ ) bis 153 erklärt. Um ihn wahrnehmen zu können benötigst Du innerliche Ruhe. Solange Du von Deinen Emotionen gesteuert und damit getrieben wirst, hast Du keine wirkliche Ruhe in Dir und deshalb kannst Du Deinen "Beobachter" bestenfalls, wenn überhaupt, nur für Sekundenbruchteile wahrnehmen.


Wie findest Du nun zu Deiner innerlichen Ruhe?


Um ruhig zu werden, mußt Du zunächst verstehen, wie Dein Programm in Dir Emotionen auslöst und was diese Emotionen in Dir bewirken. Laß uns dazu zunächst das Wort E-motion betrachten. Im Etymologieduden findest Du den Hinweis auf lat. „emovere“ = „herausbewegen, emporwühlen“ das auf die lat. Wurzel „movere“ = „bewegen“ zurückgeht. Wenn Du Dir nun die Mühe machst in einem Lateinwörterbuch nachzuschlagen, so wirst Du feststellen, daß „emoveo“ folgende Bedeutungen hat: „hinausschaffen, entfernen“, „ausrenken, verrückt“ und „erschüttern“. Wenn Du also Emotionen hast, so wühlt sich etwas in Dir empor das Dich erschüttert, Deine rationale Logik ausrenkt und Dich dadurch verrückt macht. Gleichzeitig entfernst Du Dich damit von Dir selbst.


Emotion heißt auf hebräisch hyTjvma emotsja“, 1-40-6-90-10-5: „Das Erschaffen der Zeit bindet die Befreiung des kleinen Gottes an seine Wahrnehmung“. nvmaemun“, 1-40-6-50 („Das Erschaffen der Zeit bindet an die Existenz“) bedeutet „Vertrauen, Treue“ und als imun vokalisiert Übung - Ähnlichkeiten mit Deinem Immunsystem sind natürlich rein zufällig . Jvmaimuts“, 1-40-6-400 („Das Erschaffen der Zeit bindet an die Erscheinungen“) bedeutet „Stärkung, Festigung“ und qvma amok“, 1-40-6-100 („Das Erschaffen der Zeit ist die Quelle des Affen“) brauche ich wohl nicht weiter zu erklären. Wenn Du Amok umkehrst, dann fällst Du übrigens ins Koma .


Deine Emotionen werden in Dir auf folgende Weise ausgelöst:

Du hast eine Wahrnehmung aufgrund einer Erscheinung. Diese Wahrnehmung erklärst Du Dir in Worten und bildest daraus ein Schlagwort, d.h. einen Be-griff. Diesen Be-griff verwendest Du als Suchwort für eine Abfrage Deiner Datenbank (Dein Schwamminhalt). Als Antwort erhältst Du von Deiner Datenbank einen Status, nämlich bekannt oder unbekannt. Ist der Begriff bekannt erhältst Du zusammen mit dem Status automatisch die ebenfalls gespeicherte Wertung des entsprechenden Begriffs. Ist der Begriff unbekannt so startest Du eine weitere Abfrage ob Ähnliches bereits bekannt ist...


Wahrnehmung und Datenbankabfrage erfolgen dabei in Bruchteilen von Sekunden, weshalb Du sie bisher auch noch nie wahrgenommen hast!


Aufgrund der von Deiner Datenbank gelieferten Wertung wird nun in Dir eine Emotion ausgelöst, die abhängig vom Kontext und Deinem Entwicklungsstand mehr oder weniger heftig ausfällt. Diese Emotion findest Du als Erregungskurve in der nachfolgenden Grafik dargestellt:


ruhe1



Du siehst, daß sich die Erregung explosionsartig aufbaut und einen gewissen Zeitraum benötigt, um sich wieder zu legen. Während dieser Erregungsphase hast Du einen „Blackout“, d.h. Du weißt gar nicht, was mit Dir geschieht, da Deine rationale Logik ausgeschaltet ist. Der Zeitpunkt des Erkennens der Emotion liegt dabei immer zeitlich mehr oder weniger weit entfernt vom Zeitpunkt der Wahrnehmung bzw., der Emotionsauslösung.


Deine einzige Chance diesen Automatismus zu durchbrechen ist das Beobachten und das damit verbundene Erkennen des Mechanismus. Wenn Du nun also beginnst Dich (möglichst) gewissenhaft selbst zu beobachten, so wirst Du feststellen, daß sich der Zeitpunkt des Erkennens reziprok zur Zeit in Richtung auf die Emotionsauslösung verschiebt, was automatisch eine Verkürzung der Blackout-Phase zur Folge hat.


ruhe2



Nach einiger Zeit wirst Du so in der Lage sein, den Zeitpunkt des Erkennens bis zur Emotionsauslösung zu verschieben und damit wirst Du zum ersten Mal in Deinem Leben in der Lage sein diese Emotionsauslösung zu beobachten. Du wirst dann z.B. feststellen, daß Wut vom Bauch, dem Mittelpunkt Deines Körpers, aufsteigt und von Deinem Kopf Besitz ergreift, über dessen Steuerungsmechanismen Du dann Deine Wut in Deine Außenwelt verteilst.


Wenn Du nun während sich Deine Emotion aufbaut einfach tief durchatmest, so wirst Du feststellen, daß die Emotionsenergie nun umgewandelt zu Deiner freien Verfügung steht.


Wenn Du diese Beobachtung Deiner Emotionen gewissenhaft übst, so wird nach einiger Zeit automatisch eine bisher von Dir nicht gekannte Ruhe in Dich einkehren. Diese "innere Ruhe" ist die Voraussetzung zur Beobachtung Deiner Gedanken bzw. Deiner automatischen Datenbankabfragen und der damit verbundenen Wertungen. Erst wenn Du in der Lage bist, den Mechanismus Wahrnehmung Datenbankabfrage Wertung zu durchschauen kannst Du beginnen, Deine (Be)Wertungen in Frage zu stellen. Du wirst Dich dann fragen, warum Du Verhalten, Ereignisse und Erscheinungen als gut oder schlecht, schön oder häßlich etc. beurteilst - und Du kannst erst jetzt beginnen Synthesen zwischen den (vermeintlichen) Gegensätzen herzustellen. Denke dabei immer an das Kreis - Dreieck - Kegel Beispiel aus IchBinDu!


Wenn Du den Kegel noch nicht erkennen kannst, so liegt das nur an Deinem (noch) zu kleinen Bewußtsein. Lasse also ALLES ohne Urteil als gleich-gültig stehen und Du wirst immer mehr in der Lage sein die Gegensätze zu vereinen.


Glaube nicht, daß der Entschluß mit der Selbstbeobachtung zu beginnen bereits ausreicht! Du wirst nämlich feststellen, daß Du bereits nach wenigen Minuten wieder einschläfst und unter Umständen erst morgen das nächste Mal an Deinen Vorsatz denkst. Schaffe Dir also ein Hilfsmittel, z.B. Stopuhr, Küchenwecker etc., das Dich in bestimmten Abständen an Dein Vorhaben erinnert und Du wirst in kurzer Zeit Resultate erzielen!



Download (rechte Maustaste): Hebräischer Zeichensatz




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